Die 4 Säulen für ein erfolgreiches, selbstbestimmtes Leben

Die 4 Säulen für ein erfolgreiches, selbstbestimmtes Leben

Die Welt von heute ist im Wandel. Ob Jobsharing, Selbständigkeit als Freelancer, drei Jobs gleichzeitig, Arbeit im Schichtdienst oder der Old-School-Vollzeitjob alles ist möglich. Alles MUSS möglich. Erreichbarkeit rund um die Uhr dank mobiler Kommunikationsmöglichkeiten sowie der Austausch in Echtzeit über den ganzen Globus bringen einen gesellschaftlichen Wandel mit sich. Beruflich wie privat. Die einen trifft es schon jetzt mit geballter Kraft, die anderen lesen davon zumindest im Bezug aufs Berufliche vielleicht noch in den News statt es selbst zu erfahren.

Doch welche Skills braucht man heutzutage um auf genau diese Veränderungen adäquat reagieren zu können? Ein Gedankenspiel.

Kommunikative Fähigkeiten

Kommunikation entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Wer im entscheidenden Moment die richtigen Worte findet kann sein Leben in die richtige Richtung lenken. Aber auch das Gegenteil ist möglich.

Um erfolgreich zu kommunizieren sind Kenntnisse über die menschliche Psychologie nötig. Unser Gegenüber nimmt uns über seine Sinne wahr. Unser Gesprächspartner sieht uns, hört uns, riecht uns. Wenn wir also auf unser Äußeres achten, empathisch und aufmerksam zuhören können, auf unser Gegenüber reagieren statt nur zu agieren, haben wir die Grundlage für erfolgreiche Kommunikation gelegt.

Persönliche Kommunikation

Im Kundengespräch ist es z.B. wichtig, dem Kunden erst einmal zuzuhören, statt ihn mit Informationen zu unserem Unternehmen zu bombardieren. Das schreckt ab und gibt dem Gegenüber das Gefühl mit seinen Wünschen kein Gehör zu finden.

Auch in Freundschaften, in der Familie, überall ist es essentiell den Anderen sprechen zu lassen und ihm zuzuhören. In eigenen Worten wiederholen, was das Gegenüber gesagt hat, und darauf zu reagieren schafft Vertrauen. Der Gesprächspartner findet sich in uns wieder, fühlt sich verstanden.

Wenn wir wissen, welche Worte im richtigen Moment angemessen sind, können wir Entscheidungen positiv beeinflussen.

Digitale Kommunikation

In Familien und Unternehmen wird immer mehr auf Kommunikationskanäle wie WhatsApp, Slack, Threema, u.v.m. zurückgegriffen. Die digitalen Medien stellen jedoch kommunikationstechnisch eine besondere Herausforderung dar. Wir können uns hier nur schriftlich oder verbal äußern, Gestik und Mimik finden – außer über Emoticons – keinen Platz. Damit liegt der Fokus in der Kommunikation deutlich auf der richtigen Wortwahl. Ein direktes Reagieren auf die Nachricht eines Kommunikationspartners ist nicht immer möglich. Kommunikation findet hier oft zeitversetzt statt. Es kommt schneller zu Missverständnissen, die möglicherweise eine Weile im Raum stehen bleiben. Beim Gesprächspartner entsteht vielleicht ein falscher Eindruck, der sich nur schwer wieder wegradieren lässt. Umso wichtiger ist es hier die richtigen Worte zu finden, über psychologische Kenntnisse zu verfügen, deren Anwendung erfolgreiche Kommunikation fördern kann.

Medienkompetenz

Wir sind quasi schon mit unserem Smartphone verheiratet, mindestens im Büro ist der Computer bei der Mehrheit nicht mehr wegzudenken. Ohne digital geht es einfach nicht mehr. Wir merken wie aufgeschmissen wir sind, wenn wir unser Smartphone irgendwo haben liegen lassen. Wir reagieren nahezu panisch. Wie aufgeschreckte Hühner rennen wir herum und fühlen das Band, das uns mit unserem Smartphone verbindet.

Auf Basis der gesellschaftlichen digitalen Entwicklung, privat wie beruflich, ist es von essentieller Bedeutung digitale Medien effektiv zur Beschaffung von (aktuellen) Informationen, zur Weiterbildung sowie zur Kommunikation nutzen zu können. Wir müssen wissen wie wir schnell an Informationen kommen, welche Tools am geeignetsten sind, um uns zu helfen die alltäglichen Probleme zu lösen. Ein gewisses Medieninteresse ist hier von großer Bedeutung.

Neugier und Bestätigung

Als Kind wollen wir die Welt erfahren, wir wollen sie verstehen, entdecken, erobern. Es gibt jeden Tag einen ganzen Haufen an neuen Eindrücken, prägenden Erfahrungen. Bei adäquater Förderung behalten wir diese Neugier bei. Idealerweise begleitet sie uns ein Leben lang.

Oftmals jedoch verlässt uns die Neugier. Müssen und Sollen verdrängen immer mehr das Möchten. Möglicherweise werden unsere Wünsche unterdrückt und wir wehren uns nicht dagegen. Das betrübt uns, laugt uns aus. Das kann im schlimmsten Fall zu Depressionen führen.
Wenn wir aber eine gesunde Beziehung zu unserer Neugier haben, von Kind an ein Umfeld hatten, das unsere Neugier unterstützt und unsere Interessen gefördert hat, wir uns trauen Fragen zu stellen, selbständig unseren Interessen nachgehen, auf unsere Wünsche hören statt sie zu unterdrücken, dann sorgen wir dafür mental gesund zu bleiben. Wir führen dann ein selbstbestimmtes Leben, das es uns ermöglicht die für uns richtigen Entscheidungen zu treffen, die für uns richtigen Wege zu gehen.

Eine kleine Anekdote dazu: Thomas Alva Edison, der großartige Erfinder u.a. der Glühbirne, wurde einst von der Schule nachhause geschickt. Seiner Mutter wurde mitgeteilt, dass er geistig behindert sei, dass sie ihn zuhause behalten solle. Sie sagte ihrem Sohn nichts davon, sondern unterrichtete ihn ab sofort zuhause. Er wurde ein Genie, ein großartiger Erfinder. Wie wäre es wohl gelaufen, wenn sie ihm gesagt hätte, dass die Schule ihn für geistig behindert hielt, ihn nicht mehr haben wollte? Er wäre hätte vermutlich nicht das erreicht, was er erreicht hat, hätte an sich selbst gezweifelt, seine Talente wären unentdeckt geblieben.

Flexibilität

Neue Berufsmodelle wie Jobsharing, bei dem sich zwei Personen eine Vollzeitstelle teilen, die immer größer werdende Community an Gründern und die Vermischung von alten und neuen Berufsmodellen macht jegliche Lebensstile möglich. Wir sind heutzutage an einem Punkt angekommen, wo es meines Erachtens nicht mehr nur zählt, was man kann, sondern vor allem wie man auf neue Herausforderungen reagiert. Das Meistern des Alltags sowie die Verknüpfung mehrerer Talente und Fähigkeiten für unterschiedliche Anforderungen gewinnt an Bedeutung. Es wird zunehmend wichtiger werden seinen Lebensunterhalt selbständig über unterschiedlichste Quellen zu sichern. Geht nicht, gibt es nicht, die Frage ist nur wie.

Je flexibler wir sind, desto adäquater können wir auf neue Anforderungen reagieren. Das bedeutet nicht, dass wir zu jeder Zeit des Tages erreichbar sein müssen oder alle Tätigkeiten an uns reißen sollten, die das monatliche Budget erhöhen. Im Gegenteil. Sind wir flexibel, können wir dafür sorgen unsere eigenen Fähigkeiten dort einzubringen, wo es uns als sinnvoll erscheint, und die Dinge nach unserer Facon gestalten.

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Fazit

Zur Ausbildung und Förderung oben genannter Fähigkeiten sind meines Erachtens vor allem die Träger der frühen Bildung sowie Eltern gefragt. Die Neugier bringt ein Kind bereits mit auf die Welt. Deren Erhalt über die Lebenszeit können wir als Eltern bzw. als Träger der frühen Bildung beeinflussen.

Fühlt sich ein Kind sicher und geborgen, kann es ohne Angst seine Umwelt entdecken. Liebe, Zuhören und Zuschauen, sich Zeit füreinander nehmen, gemeinsam über Dinge sprechen und Zutrauen in die Fähigkeiten des Kindes haben fördert die Ausbildung eines gesunden Selbstbewusstseins.

Haben wir kein gesundes Selbstbewusstsein, üben wir uns in Vermeidungsstrategien. Wir stellen wenig oder keine Fragen mehr, weil wir denken, dass das, was wir sagen, wertlos oder dumm sein könnte. Solche Gedanken kommen jedoch erst auf, wenn wir in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht haben, dass man uns nicht zuhört, dass das, was wir sagen, nicht wert ist gehört zu werden. Stellen wir jedoch keine Fragen mehr, erhalten wir auch keine Antworten mehr. Wir brauchen jedoch Antworten um uns weiterentwickeln zu können.

Das Gefühl ebenso viel wert zu sein wie jeder andere Mensch auf der Welt ist u.a. die Grundlage für ein erfolgreiches, zufriedenes Leben. Das gilt es von den Trägern der frühen Bildung zu fördern, und das liegt auch in der Verantwortung von Eltern. Ihre Kinder in dem zu bestärken, was sie anstreben, ihnen liebevoll Grenzen setzen und sie woanders wieder öffnen, sie nicht überfordern, für sie da sein, wenn sie es brauchen, und sich zurückhalten, wenn das Kind etwas selbst tun möchte. Das gibt Kindern Sicherheit und Selbstwertgefühl.

Oftmals sind wir voller Selbstblockaden. Manche davon entstehen in der Kindheit, manche erst im Erwachsenenalter. Fakt ist jedoch, dass Selbstblockaden aufgelöst werden müssen um in ein selbstbestimmtes, zufriedenes, erfolgreiches Leben starten zu können.
Hierzu kann ich die Bücherserie „Mindfuck“ von Dr. Petra Bock empfehlen. Es hilft dabei Selbstblockaden zu erkennen und zu lösen.

Am besten ist es, wenn Selbstblockaden keinen Nährboden finden und gar nicht erst entstehen.

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